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Lexikon

Feste & Feiertage

Neujahr - Shōgatsu
Setsubun - der Frühling beginnt
Tag der Volljährigkeit - Seijin no Hi
Geburtstag des Kaisers - Tennō Tanjōbi
Kirschblütenfest - Hanami
Goldene Woche - Gōruden Wīku
Tanabata - Das Fest der Sterne
Hanabi - Feuerwerkswettbewerb
Obon - Fest
Chrysanthemenfest - Kiku no Sekku
Shichi-go-san / Fest für die Kinder
Momijigari - bunte Blätter im Herbst
Weihnachten


Das Neujahrsfest ist der wichtigste Feiertag in Japan. Er wird im Familienkreis gefeiert. An diesem Tag ist der Höhepunkt der Besuch eines Shinto-Schreins oder buddhistischen Tempels zum Hatsumōde – der ersten Andacht des Jahres. Dort wird für Glück und Gesundheit gebetet. Zu essen gibt es schwarze Bohnen für Gesundheit oder Fischrogen für Wohlstand, dies heißt Osechi Ryōri.


Das Setsubun Fest ist der letzte Tag der "Großen Kälte". Der Winter endet und der Frühling wird mit dem Fest begrüßt. Dieser findet am 3. Februar statt. Manchmal auch an dem 2. oder 4. Februar. Es gibt verschiedene Rituale, wie böse Dämonen vertrieben werden. Die Japaner rufen dann Oni wa soto! Fuku wa uchi! - Dämonen nach draußen! Glück nach drinnen! Dabei werden Mame - Bohnen ausgestreut. Ein Verwandter verkleidet sich als Dämon und wird von den Kindern mit Bohnen beworfen.
Die Japaner bekämpfen die Dämonen auch indem sie Gestecke mit Zweigen der Stachelblättrigen Duftblüte und Sardinenköpfen über die Haustür aufhängen. Bei dem Fest werden Sushi - Rollen die Ehomaki heißen gegessen. Diese werden häufig mit Shiitake-Pilzen und Ei gefüllt.


Japaner sind mit 20 Jahren volljährig. An diesem Tag, welcher am zweiten Montag im Januar stattfindet, tragen Frauen Furisode-Kimono und Männer elegante Anzüge oder traditionelle Gewänder. Die Zeremonien finden in Gemeindezentren oder in Asakusa und Shibuya statt. Anschließend feiern die Volljährigen ausgelassen mit ihren Freunden.
Das gesetzliche Alter um Alkohol zu trinken und zu Rauchen liegt in Japan bei 20 Jahren. Wählen dürften Japaner ab 18 Jahren.


An dem Geburtstag des Kaisers ist es der Öffentlichkeit gestattet, dass Gelände des Palastes zu erkunden. Der Kaiser erscheint an diesem Tag mehrmals auf dem Balkon des Kaiserpalastes und die Menschenmenge, die sich dort versammelt haben kann der Familie zu winken. Einige von ihnen schwenken dabei die Japanische Flagge und rufen Glückwünsche für den Kaiser. Abends gibt es Feuerwerke und Zeremonien in verschiedenen Städten. Sofern ein neuer Kaiser den Thron besteigt fällt der Feiertag auf seinem Geburtstag. Heute ist dieser am 23. Februar.


Ende März bis Anfang April feiern die Japaner das Kirschblütenfest. Die Sakura-Bäume strahlen in Rosatönen. Viele Menschen gesellen sich in den Parks und picknicken dort unter den Kirschblütenbäumen. Am bekanntesten ist der Ueno-Park in Tokio.
Die Blüte symbolisiert die Japanische Lebensphilosophie des Mono no Aware - die Schönheit des Augenblicks. In einigen Städten finden Abends auch Feste statt in denen die Bäume kunstvoll beleuchtet sind.
29. April – Shōwa-Tag: Erinnerung an Kaiser Hirohito
3. Mai – Verfassungstag: Feiert die demokratische Nachkriegsverfassung
4. Mai – Grüner Tag: Würdigt die Natur und Umwelt
5. Mai – Kindertag: Familien feiern mit bunten Karpfenfahnen -Koinobori

Viele Japaner verreisen zu dieser Zeit. Deshalb sind auch die Hotels und Sehenswürdigkeiten gut besucht. In Japan gilt es als unhöflich, wenn man für längere Zeit auf der Arbeit fehlt und den Kollegen mehr Arbeit gibt. In der goldenen Woche haben viele Firmen Betriebsferien. Dadurch können die Menschen problemlos sich Urlaub nehmen.


Am 7. Juli wird das Tanabata, das Fest der Sterne, gefeiert. Hier geht es hauptsächlich um die Liebe. An dem Vorabend wird das Fest mit einem großen Feuerwerk begrüßt. Schöne Dekorationen mit Lampions und festliche Umzüge stehen für diesen Tag. Die Einwohner befestigen an einem Bambusbaum, den sie selbst aufgestellt haben kleine bunte Zettel mit Wünschen. Anschließend werden die Bäume über das Wasser eines Flusses oder Meeres einer Göttin übergeben. Die Wunschzettel werden, als Opfergaben verbrannt.


Dieses Fest hat eine lange Tradition. An diesem Tag gibt es ein Feuerwerk. Sie sollen böse Geister fern halten. Mit der Zeit hat sich das Fest zu einem Wettbewerb entwickelt. Profis treten mittlerweile bei dem Feuerwerkswettbewerb einander an. Das Fest findet im Juli und August statt. Die Menschen kleiden sich in Kimonos. An Ständen gibt es traditionelles Essen. Einer der ältesten Hanabi - Feste findet am Sumida-Fluss in Tokio statt. Hier kommen sehr viele Besucher und schauen sich das Feuerwerk von den Parks aus an.


Das Obon-Fest wird Mitte August gefeiert. Es ist einer der wichtigsten buddhistischen Feste Japans. Jedoch ist es kein offizieller Feiertag. Die Familien gedenken an diesem Tag an ihre verstorbenen Angehörigen. Sie reinigen die Grabstätten und zünden Laternen an, um die Seelen der Ahnen zurück nach Hause zu leiten. Japaner reisen dafür oft in ihre Heimat, sodass dass, Zusammensein gefeiert werden kann. Der Bon Odori, ein traditioneller Tanz, der in vielen Städten aufgeführt wird ist einer der wichtigsten Ereignisse an diesem Tag.


Am 9. September wird das Chrysanthemenfest gefeiert. Der Ursprung dieses Festes stammt aus der Heian - Zeit (794-1185), sie feiert die Chrysantheme. Sie ist die offizielle Blume der Kaiserfamilie. Am Anfang war dieses Fest nur Hofzeremoniell für die Kaiserfamilie gedacht. Traditionell wurden schöne Blumengestecke ausgesteckt und es gab eine Teezeremonie mit Chrysanthemenwein. Erst später wurde sie für die Öffentlichkeit zugänglich. Dabei steckten sich die Japaner die Blüten der Chrysantheme in das Haar, als Schutz vor Unheil. Der Garten Shinjuku Gyoen in Tokio hat zu dieser Blume eine großartige Ausstellung. In manchen Tempeln gibt es ein Ritualbad mit Chrysanthemenblüten, die für Gesundheit und ein langes Leben stehen.


Ende November und Anfang Dezember ist das Momijigari Fest. Es ähnelt sehr dem Kirschblütenfest im Frühjahr. Hier geht es um die bunten Blätter im Herbst. Die Einheimischen besuchen dann die Parks und Wälder. Viele Japaner versuchen auch ein schönes Fotomotiv zu ergattern.


Das Fest findet am 15. November statt, weil dieser Tag traditionell für Glück steht. Die Kinder werden von ihren Familien oder Großeltern zum Shintō-Schrein des Ujigami der Familie begleitet. Zu diesem Anlass sind die Kinder und weiblichen Verwandten in ihren schönsten traditionellen Gewändern oder Kimono oder Hakama gekleidet. An dem Schrein wird dann aus Dankbarkeit für das bisherige Glück und für zukünftige Gesundheit und Sicherheit gebetet. Die Kinder bekommen rot-weiße Zuckerstangen, die den Namen Chitose - ame tragen.


Weihnachten findet am 24. und 25. Dezember statt. Dies ist kein traditioneller Feiertag. Er ist jedoch beliebt. Vor allem bei Paaren. In Japan gibt es keine Gans zu essen. Stattdessen Kentucky Fried Chicken. Einige Städte sind in der Weihnachtszeit geschmückt. Insbesondere in Osaka und Tokio. Hier ist die Keyakizaka-Street mit bunten Lichtern dekoriert.